Präsentieren wie Steve Jobs

Im folgenden Video haben Sie die Möglichkeit acht Präsentations-Schlüsseltechniken von Steve Jobs kennen zu lernen.

1) Benennen Sie das Thema auf eine spannende und interessante Weise.
2) Machen Sie es einfach Ihnen zu folgen.
Geben Sie eine klare Struktur, eröffnen und schließen Sie jeden Abschnitt deutlich und bringen Sie eine klare Überleitung zwischen den Abschnitten.
3) Nutzen Sie, auch wenn Sie vielleicht ein eher sachlicher Typ sind, pointiert emotionale Sprache: „Wahnsinn, cool, unglaublich, genial!“
4) Geben Sie Zahlen eine Bedeutung. „Was bedeutet 20.000.000?“
5) Nutzen Sie Grafik und Bilder anstelle von Bullet Points und Text
6) Trauen Sie sich, Ihre Zuhörer zu unterhalten und Showelemente zu nutzen. Sie werden es Ihnen danken!
7) Üben sie Ihre Präsentation
8) Geben Sie am Ende einen Bonus: „One more thing – Eine Sache habe ich noch!“

Mein amerikanischer Kollege Carmine Gallo zeigt und erläutert Ihnen jetzt im Video diese Schlüsseltechniken – natürlich „very american“ – aber eben auch sehr präzise und nachvollziehbar. Viel Spaß beim gucken und ausprobieren!

What the President-Elect Should Say on November 5th

John Kotter, einer der großen amerikanischen Change Management Experten, hat eine fiktive Antrittsrede des neuen amerikanischen Präsidenten veröffentlicht.

Die Rede dreht sich im Kern natürlich um die Lösung der ökonomischen Krise.
Sie besteht aus 5 Elementen, die in so gut wie jeder Rede zu einer kritischen Situation passen:

1) Eröffnung mit Kernbotschaft:
Keine weiteren Schuldzuweisung, keine weiteren wilden Pläne, Sondermeetings, Sonderpresseerklärungen. Stattdessen verantwortliches Handeln von allen.

2) Ernsthaftigkeit verdeutlichen:
Dies ist eine Krise, von der wir nicht sicher sagen können, was uns noch erwartet und der wir jetzt vereint begegnen müssen.

3) Motivation und Zuversicht geben:
Wir werden es schaffen! Wir haben schon andere Krisen gemeistert!

4) Krise als Chance begreifen:
Lasst uns den Horror nutzen, um daraus etwas besseres zu schaffen.

5) Schluss-Appell (und dabei selbst ein Beispiel sein):
Ich fange sofort morgen nach dem Aufstehen mit der Arbeit an. Und ich feuere Euch an, es mit mir zu tun!

Ich bin gespannt, was – wie ich hoffe – Mr. Obama am 5. November wirklich sagen wird!

Update: Hier die tatsächliche Rede von Barack Obama

Inspiration für Ihre Präsentation

Seit nun doch einiger Zeit begeistere ich mich ja für gute Power Point Präsentationen.
Inspiration finde ich hier überwiegend bei ein paar Amerikanern wie z.B. Garr Reynolds.
Neulich bekam ich dann über Amazon eine Empfehlung für ein neues Buch zum Thema: Slide:ology von Nancy Duarte. Ich hab noch nicht reingucken können – macht aber einen guten Eindruck.
Ein lesenswertes Interview mit Nancy Duarte zum Thema Präsentieren und Präsentation gibt es übrigens hier.

Guy Kawasaki hat Nancy Duarte mal ein paar seiner Slides gegeben und diese von ihr überarbeiten lassen. Das Ergebnis hat er dann auch publiziert.

Sehr schöne Inspiration!

Hier noch die passenden Buchtipps:

Nachtrag: Nancy Duarte erstellt z.B. die Präsentationen für Al Gore.
Nachtrag 2: Das Buch Slide:ology geht stärker in Details und Theorie. Negativ dabei: Es zeigt viele Dinge, die so nur noch von Grafikdesignern mit Profiprogrammen umgesetzt werden können. Die Ideen in Presentation Zen sind hingegen alle auch mit den Bordmitteln von Power Point umsetzbar. Dennoch: beide Bücher sind, um neue Anregungen und ein tieferes Designverständnis zu bekommen und so bessere Präsentationen und Keynotes zu halten absolut lesenswert.
Mehr Diskussion dazu gibts hier: The Do:ology of Slide:ology

Wie überzeugen Sie Gruppen von Ihrer Meinung?

Was überzeugt Menschen in Gruppen?
Sind es wirklich immer nur die guten Argumente?
Scheinbar (leider) nicht (nur), wie die Psychologen Weaver et al. herausgefunden haben.

Sie kommen nämlich zu dem Ergebnis, dass die schlichte Wiederholung der eigenen Aussage den größten Effekt hat.

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Pimp my Presentation

Als Berater arbeite ich hier und da natürlich auch mit Powerpoint und habe einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, nicht nur inhaltlich gute, sondern auch grafisch ansprechende Präsentationen zu erstellen.

Ich möchte Ihnen hier 10 zentrale Tipps geben, die sich für mich bisher als sehr hilfreich erwiesen haben:

10 Tipps zur Verbesserung Ihrer Powerpoint-Präsentation
1) Planen Sie Ihre Präsentation analog – also auf Papier, z.B. mit Post it´s oder Moderationskarten. Werden Sie sich darüber klar, was ihr absolut zentraler Punkt ist. Gehen Sie erst dann an den Rechner.
2) Verwenden Sie ein separates Handout, das NICHT ihre Folien zeigt, sondern z.B. in Word geschrieben ist und Infos beinhaltet, die eben nicht auf den Folien selbst stehen.
3) Entwickeln Sie für Ihre Präsentation eine Story, die dem SUCCESs-Akronym entspricht (Simple, Unexpected, Concrete, Credible, Emotional, eingewobene Stories).
4) Verwenden Sie auf den Folien wenig Schriftsprache und viele große Bilder – aber bitte keine nervigen Cliparts sondern anständige Fotos z.B. von istockpoto.com.
5) Lassen Sie auf den Folien Luft und vergessen sie irgendwelche Regeln wie „nur 7 Bulletpoints pro Seite“ etc. Design braucht Luft zum Atmen!
6) Nutzen Sie Zitate, um Ihren Aussagen mehr Kraft zu verleihen.
7) Lernen Sie etwas über grafische Gestaltungsprinzipien wie den goldenen Schnitt, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was gut aussieht.
8 ) Experimentieren Sie mal mit Sprechblasen oder schreiben Sie ähnlich wie bei einem Werbeplakat einfach ins Bild hinein.
9) Vermeiden Sie Typografie-Overkill und nutzen Sie nur ein Gestaltungselement pro Wort: Entweder farblich markieren, oder fett, oder größer, oder kursiv.
10) Machen Sie sich mit den Farbwelten ihres Corporate Designs vertraut, um sicherer zu werden, welche Farben gut passen.

Eine wirklich unglaublich gut gemachte Präsentation, die zeigt, was möglich ist:

Ein exzellentes Buch, das diesen Stil von Präsentationen weiter ausführt und zu diesem Thema ein „must have“ : Presentation Zen von Garr Reynolds.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Erfolg beim designen ihrer Präsentationen!

Joachim Simon

Death by PowerPoint…

Neulich saß ich doch schon wieder in so einem Meeting, das im Halbdunkel, mit sagenhaft überladenen Slides (einige haben sogar einfach Word-Texte an die Wand geworfen) abgesoffen ist.
Hier eine nette Präsentation, die zeigt, wie es vielleicht auch anders geht… (der Fokus liegt hier auf der Folien-Gestaltung)

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Rhetorik, Power Point und Präsentation: Von den Amis lernen?

Bei einem Coaching zum Thema Rhetorik und Präsentation sagte mir vor einiger Zeit mein Coachee, er würde gerne lernen, so zu präsentieren wie die Amis. Die deutschen Vorträge seien immer extrem anstrengend!
Ich bin jetzt kein absoluter Amerika-Fan war aber natürlich gespannt was das zu bedeuten hatte und ließ mich auf ein Schulbladensystem „deutscher Vortrag“ vs. „amerikanischer Vortrag“ ein….

Hintergrund:
Mein Coachee ist Chefarzt an einer großen Klinik und hatte letztes Jahr auf einem internationalen Kongress ein wichtiges und absolut neues Forschungsergebnis vorgestellt.

Seine Präsentation auf dem Kongress war jedoch nicht von dem eigentlich zu erwartenden Erfolg im Sinne von Anerkennung und Applaus gekrönt.
Einige „Amis“ haben bei der gleichen Veranstaltung viel weniger interessante Inhalte präsentiert und dafür fast schon Standing Ovations bekommen. Übrigens ging das wohl auch anderen deutschen Wissenschaftlern so…
Was war da „falsch“ gelaufen?

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