Mitarbeitermotivation in der Start-up Culture: Was tun, wenn das Feuer erlischt?

Beim Thema Motivation gibt es gerade bei jungen Unternehmen eine Menge Missverständnisse. So wie einem Kunden von mir aus Köln geht es wahrscheinlich vielen jungen und dynamisch wachsenden Firmen. Am Anfang sind noch alle Feuer und Flamme. Alle fühlen sich wie in einer eingeschworenen Gang, in der jeder für die Sache brennt, bis spät abends im Büro sitzt oder sogar die Nacht im Schlafsack dort verbringt. Zu Beginn ist das alles kein Problem. Für niemanden. Bis der Adrenalinpegel wieder auf Normalstand ist und die anfängliche Euphorie nachlässt.

Doch nicht nur der Adrenalinspiegel sinkt. Je größer ein Unternehmen wird und immer mehr Leute dazukommen, desto mehr Mitarbeiter werden auch nach dem Motto arbeiten: „Hey, ich komme hierher und mache gerne einen guten Job – aber ich habe dazu auch noch ein ganz normales Leben.“ Gerade die Unternehmensgründer oder -inhaber stehen dann sprachlos vor ihren Leuten und sagen: „Ihr habt doch hier alles, habt alle möglichen Freiheiten, kriegt die „Club Mate“, Obst etc. alles kostenlos, habt einen Kicker und wenn jemand was Privates geplant hat, kann er gern auch mal früher gehen … Und trotzdem packt hier plötzlich jeder pünktlich um 17 Uhr seine Sachen zusammen? Was ist los mit euch?“

Wie motiviert man seine Mitarbeiter, wenn die eigene Begeisterung nicht mehr zündet?
Natürlich könnte man als Chef jetzt sagen: „Wer nicht genauso motiviert ist wie ich, ist hier falsch am Platz!“ Ganz ehrlich … kann man das von jemandem erwarten, der beispielsweise den ganzen Tag programmiert, Produkte einpackt oder Reklamationen bearbeitet? Irgendwann überträgt sich das Feuer der Gründer einfach nicht mehr so richtig. Und das ist völlig normal und legitim.

Es ist naiv zu glauben, dass der „Founder Spirit“ alleine reicht, um alle immer motiviert und bei Laune zu halten. Irgendwann ist auch das Oktoberfest „business as usual“.
Anstatt auf Motivation „by Spirit“ zu setzen, müssen Chefs sich mit Motivationstheorie beschäftigen und erkennen lernen, dass jeder Mensch und jeder Mitarbeiter irgendwie anders motiviert werden muss.

Jeder Mensch hat sein individuelles Set an Motivatoren
Der eine braucht z. B. viel Bestätigung, sucht eine nahe Führung und legt großen Wert auf das, was der Chef von ihm und seiner Leistung denkt. Der andere braucht vielleicht das genaue Gegenteil: Er ist selbstbewusst, sucht die Herausforderung und freut sich, wenn er seinen Chef nie sieht.
Wenn beide das bekommen, was sie aufgrund ihrer inneren Motivatoren suchen, sind sie zufrieden und motiviert – bekommen sie es nicht, sind sie demotiviert. Da hilft auch kein Spirit, kein Kicker und keine „Club Mate“.

Zugegeben – das macht jetzt Motivation in der Führung nicht gerade einfacher. Doch nur, wenn ich die individuellen Motivatoren meiner Mitarbeiter kenne, kann ich meine Mitarbeiter wirkungsvoll motivieren.

Was motiviert Sie – was motiviert Ihren Mitarbeiter?
Was treibt Sie an? Wofür stehen Sie morgens auf? Was ist der Grund dafür, warum Sie vielleicht Ihr Unternehmen gegründet haben. Wofür brennen Sie?
Ihr Programmierer brennt vielleicht für etwas ganz anderes. Wissen Sie, was er braucht, um motiviert zu sein? Viele Gründer und Führungskräfte, mit denen ich arbeite, wissen recht gut, was sie selbst motiviert. Aber bei der Frage, was die eigenen Leute motiviert, tun sich viele recht schwer.

Lernen Sie, was Ihre Leute brauchen – nur dann können Sie gezielt motivieren!

  • Lernen Sie die drei wichtigsten Motive Ihrer Mitarbeiter kennen.
  • Delegieren Sie so und passen Sie die Arbeit so an, dass die individuellen Motive möglichst stark berücksichtigt werden.
  • Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern individuelle und kreative Lösungen, um eine möglichst hohe Passung von inneren Motiven und ihren beruflichen Tätigkeiten zu ermöglichen.
  • Das wird teilweise zu sehr unterschiedlichen Lösungen führen. Bedenken Sie dabei: Wenn Sie Ihre Mitarbeiter individuell und basierend auf deren Motiven führen, ist das fair. Wenn Sie alle lediglich gleich behandeln, ist es nichts außer Gleichmacherei. Je besser das „wie wir sind“ zu dem passt, was wir tun, desto zufriedener und motivierter sind wir.

    Was gibt es für Motivatoren und wie finde ich sie bei meinen Mitarbeitern heraus?
    Jetzt fragen Sie sich sicher, wie Sie die Motivatoren Ihrer Mitarbeiter herausfinden können und was es im Detail überhaupt für Motivatoren gibt. Ich arbeite hierzu bevorzugt mit der Motivationsanalyse nach Prof. Steven Reiss – dem Reiss Motivation Profile. Gerne können Sie sich hier eine Übersicht über die 16 wissenschaftlich erwiesenen und praktisch relevanten Motive herunterladen.

    Und in einem nächsten Blogpost zeige ich Ihnen dann, wie Sie über ein strukturiertes Interview die Motive Ihrer Mitarbeiter herausarbeiten können.

    Narzissmus im Management

    Prof. Dr. Stephan Doering, Leiter der Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Medizinischen Universität Wien beschäftigt sich mit der Frage:
    „Warum tun wir uns das eigentlich an?“

    – Warum arbeiten viele Manager/Führungskräfte bis oder über ihre eigenen Grenzen hinaus und wo beginnt es gefährlich zu werden?
    – Was sind die Motive oder inneren Antreiber?
    – Welche Rolle spielt dabei das häufig genutzte Bild des Narzissmus?
    – Was bedeutet Narzissmus im Kontext von Unternehmung (und Weltpolitik) und Führung?

    Ein spannender Vortrag – ca. 30min. für alle die sich für psychoanalytische Betrachtung der inneren Antreiber von Führungskräften interessieren.

    Der Vortrag stammt aus der Reihe „Leadership Revisited“ in Kooperation mit der Tageszeitung „Der Standard“ und „Vienna Consulting Group“, (Mai 2013, Wien).

    Reiss Profile: Die 16 Lebensmotive in der Praxis

    Seit 2004 arbeite ich mit dem Reiss Profile. Ich glaube, dass ich unter den ersten 100, vielleicht sogar 50 akkreditierten Reiss Profile Mastern in Deutschland war, als ich ende September 2004 meinen Reiss Profile Master in Würzburg machte.
    Und jetzt (2011) habe ich einen Beitrag im neuen Buch „Die 16 Lebensmotive in der Praxis – Training, Coaching und Beratung nach Steven Reiss“ veröffentlicht!
    Es war an der Zeit, dass ein Buch auf den Markt kommt, in dem die praktische Anwendung des Reiss Profiles von Coaches für Coaches in den Fokus genommen wird!

    Mein Beitrag: Coaching mit dem Reiss Profile
    Ziel meines Beitrages im Buch „Die 16 Lebensmotive in der Praxis“ ist es, anhand konkreter Fallbeispiele drei Coaching-Tools zur emotionalen Vertiefungsarbeit mit dem Reiss Profile vorzustellen. Diese Tools unterstützen Coach und Coachee dabei, schneller und nachhaltiger die gewünschten Resultate zu erzielen – vor allem wenn Lösungen und Lebensmotive unsympathisch, abstrakt oder unerreichbar scheinen.

    Tool 1: Motive-of-Excellence
    Viele Menschen verstehen die Bedeutung ihrer Motive unzureichend. Die Motivbegriffe im Reiss Profile sind häufig zu abstrakt und werden daher in ihrer tatsächlichen Bedeutung für ein sinnerfülltes Leben unterschätzt.
    Das Coaching-Tool dient dazu, mit dem Coachee stärkere und emotionalere Begriffe zu einzelnen relevanten Motiven zu entwickeln und so das Reiss Profile auch bei Motiven, die zunächst nicht so attraktiv scheinen (z.B. hohe Anerkennung) kraftvoller nutzen zu können.

    Tool 2: Desire Deep Dive
    Viele Menschen leben in einem Motiv-Frustrations-Teufelskreis. Durch mehrfache Frustration von Motiven entsteht eine überhöhte Angst vor Nicht-Erfüllung. Dies bedingt ein angstbestimmtes Verhalten, welches die Erfüllungswahrscheinlichkeit der Motivbedürfnisse noch weiter herabsetzt.
    Wie kann ein Coach mit dieser Erfahrung umgehen und den Coachee in der Erreichung seiner Motivbefriedigung unterstützen? Um den Teufelskreis der eigenen (De-)Motivation zu unterbrechen, habe ich sehr gute Erfahrungen mit einer zunächst paradox anmutenden Intervention gemacht, die ich Desire Deep Dive nenne. Dabei geht es nicht um die schnelle Suche nach Optionen und Ressourcen, sondern vielmehr darum, sich zunächst ganz bewusst in negativ empfundene Erlebnisse und Gefühle zu begeben.

    Ziel ist es, durch den Prozess des Desire Deep Dives, Folgendes zu erreichen:
    1) Klärung von Mustern der Demotivation, Frustration, Verletztheit und Aggression, Klärung eigener Ängste und Gefühle
    2) Verarbeitung konkreter negativer Erlebnisse
    3) Abbau von Angst vor diesen Situationen durch innere Konfrontation und klare Benennung
    4) Aufbau von Erleichterung, Zuversicht und konkreten Handlungen, um in Zukunft besser mit derartigen Situationen umgehen zu können

    Tool 3: Saboteur Tango
    Menschen lassen es zu, dass mentale Saboteure ein erfülltes Leben, entlang der eigenen Lebensmotive, verhindern. Die Saboteure entstehen durch externe Beeinflussung oder durch einen Ressourcenkampf zwischen einzelnen Motiven.
    Das Tool Saboteur-Tango beschreibt einen neuen Weg, um den Coachee bei diesem Kampf zwischen Saboteuren, Motiven und Ressourcen zu unterstützen.

    Weitere ausgewählte Beiträge im Buch
    Es finden sich viele praktische Ideen und Case-Studies, z.B. zu Teamentwicklung, Zeitmanagement, Verkauf, Mentoring, Gesundheitsmanagement, Coaching, Innovationsberatung und Unternehmensentwicklung.

    Was für das Buch spricht
    Das Buch bringt jeden Anwender des Reiss Profiles auf neue Ideen über dem eigenen Tellerrand und hilft gleichzeitig die eigenen Trainings- und Coaching-Ansätze noch weiter zu verfeinern und zu vertiefen.
    Oder um Steven Reiss persönlich zu zitieren:

    „Dieses Buch ist vermutlich der detaillierteste Band, der jemals zur praktischen Arbeit mit dem Reiss Profile erschienen ist“(Steven Reiss).

    Das Buch wird sich wegen seines hohen Praxisbezuges und der vielfältigen Ideen und Ansätze zum Standardwerk für alle Reiss Profile Master und interessierte Anwender entwickeln.

    Kaufen Sie – frisch vom Autor persönlich!
    Wer gerne ein Buch kaufen möchte, für sich oder als Geschenk (Weihnachten?) sende mir einfach eine Email – ich habe noch ein paar Exemplare vorrätig! Zu Preisen kann/darf ich hier nichts schreiben – aber mehr kosten als bei Amazon wird es nicht – versprochen!

    Und natürlich kann man auch direkt bei Amazon etc. bestellen.

    Und wer auf „Nummer Sicher“ gehen möchte, kann hier mal ein wenig vorab schmökern (einfach unterhalb aufs Cover klicken).

    Danken möchte ich zum Schluss noch den beiden Herausgebern Markus Brand und Frauke Ion vom Institut für Lebensmotive. Merci vielmals!

    Und wie gesagt, am besten direkt eine Mail an mich schreiben und das Buch jetzt (und solange der Vorrat reicht) zum Vorzugspreis bestellen!

    WM 2010: Mit simonconsult Tippen und Reiss Profile Coaching gewinnen!

    Liebe Freunde der Personal- und Organisationsentwicklung, liebe WM-Fußballfans!

    Zur WM gibt es ein Special von simonconsult.
    Einfach bei der Kicktipp-Gruppe von simonconsult anmelden und tippen.

    Der Sieger der simonconsult-Tipprunde bekommt als Preis ein
    Reiss Profile Coaching
    im Wert von 300 Euro!

    Viel Spaß beim Tippen!!!

    Hier geht´s zur Anmeldung… (kostet nichts – Sie können nur gewinnen!)

    …und mehr Infos zum Reiss Profile gibt es hier.
    iStock_000010215701XSmall.jpg

    Mehr Infos zum Reiss Profile gibt es hier

    Das Reiss Profile: Gut aber kein Alleskönner!

    Das Reiss Profil ist in Deutschland im Aufwind. Manager Seminare hat ihm den Ritterschlag erteilt und immer mehr Trainer lassen sich als Reiss Profile Master ausbilden. Auch im deutschen Spitzensport scheint sich das Instrument mehr und mehr zu etablieren. So nutzte es z.B. der Olympiasieger im Gewichtheben Mathias Steiner.

    iStock_000005563522XS.jpg
    Jeder Mensch hat ein anderes Motivprofil

    Ich selbst habe die Lizenzierung zum Reiss Profile Master vor einigen Jahren (2004) gemacht und seit dem das Instrument immer wieder gerne und mit sehr hilfreichen Ergebnissen gezielt in Coachings und Teamentwicklungen angewendet.
    Im Instrument liegen viele Möglichkeiten und grade im Bereich Mitarbeiterführung wird das Reiss-Profil nachhaltig einen festen Platz behaupten können.
    Wie das Reissprofil in der Mitarbeiter-Führung zur Anwendung kommen kann zeigen übrigens meine Trainerkollegen Frauke Ion und Markus Brand in Ihrem gelungenen und praxisnahen neuen Buch Motivorientiertes Führen.

    Keine Eierlegende Wollmilchsau und überhaupt nicht für die Personalauswahl geeignet
    Leider gibt es in der sog. „Reiss Profile Community“ einige Trainer und Berater, die das Instrument gnadenlos als eine Art Eierlegende Wollmilchsau vermarkten. Für Probleme und Herausforderungen aller Art: keine Frage, das Reiss-Profil wirds schon richten.
    Schaut man dann auf den Homepages nach wird eins deutlich: Die Betreffenden haben meist auch nur das Reiss Profile im Angebot…

    So ist das Reissprofil z.B. überhaupt nicht für die Personalauswahl geeignet.
    Warum?
    Ein vernünftiges Arbeiten mit dem Reiss Profil setzt voraus, dass der Ausfüllende bereit ist, offen über sich zu berichten.
    Bewerber sind aber immer darauf bedacht, sich in einem möglichst guten Licht zu präsentieren. Die Fragen im Reissprofil lassen in etwa erahnen, wo der Hase lang läuft und somit kann das Ergebnis gnadenlos einfach manipuliert werden. In der Personalauswahl liefert das Reissprofil daher – auch aus wissenschaftlicher Sicht – überhaupt keine belastbaren Ergebnisse.
    Ein wirklich geeignetes Instrument für die Personalauswahl ist z.B. Jobfidence, das auch unter einer Wettbewerbssituation hervorragend misst.

    Fazit:
    Das Reissprofil ist ein sehr gutes Instrument zur Verwendung im persönlichen Coaching und – bei entsprechender Bereitschaft – auch für die Teamentwicklung sehr gut geeignet.
    Das Reissprofil setzt dabei immer voraus, dass der oder die Ausfüllende wirklich bereit ist offen über sich zu berichten und an seiner persönlichen Weiterentwicklung interessiert ist. Nur wenn das gegeben ist, kann eine seriöse Arbeit mit dem Instrument stattfinden.
    Und: Jedes Instrument ist nur so gut, wie der Berater, der es benutzt. Denn – auch wenn es erst so wirkt: Im Reissprofil steckt deutlich mehr als es zunächst auf dem Papier scheint. Und um das wirklich vernünftig zu ergründen und damit zielorientiert zu arbeiten brauchen Sie einen guten Berater und Coach.

    In eigener (und gerne auch Ihrer) Sache:
    simonconsult arbeitet mit dem Reiss Profile. Wir tun dies aber nur, wenn es für unseren Kunden auch das passende Instrument ist.
    Wenn Sie Interesse an einem Coaching mit dem Reiss-Profil haben, melden Sie sich gerne bei uns.