Tagesseminar mit Bodo Janssen zum Upstalboomweg – 21.April 2016

„Führungskräfte sind doch nur dazu da, ihre Mitarbeiter auszunutzen.“ Immer wieder und immer noch begegnet mir leider die Aussage. Leider beruht diese Aussage häufig tatsächlich auf eigenen schlechten Erfahrungen. Die Gründe sind vielfältig: Schlechte Vorbilder für Führung, schlechte Ausbildung der Führungskräfte, ein negatives Menschenbild in den Köpfen der Führungskräfte etc.
Der Glaube an ein positives Menschenbild und Mitarbeiterorientierung scheint vielen sogar naiv! Schließlich geht es ja ums Geld verdienen! Und da ist der Mitarbeiter lediglich Mittel zum Zweck!
Bodo Janssen traf einst auf ein Unternehmen in dem viele Führungskräfte auch so gedacht haben. Es war sein eigenes. Und es war nicht besonders erfolgreich. Bodo Janssen ging den harten Weg der Veränderung und kann nun auf ein erfolgreiches Ergebnis zurückblicken:

– Top 5 Arbeitgeber Deutschlands (Arbeitgebervergleich Top Job)
– Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit um 80%
– Erhöhung der Weiterempfehlungsquote auf 98%
– Verdopplung des Umsatzes innerhalb von drei Jahren
– Auszeichnung mit dem Hospitality Award

Geschafft werden konnte dies nicht durch Sanierung oder externe Profitmaximierungsberatung – sondern durch die Umsetzung des Credos „Wertschöpfung durch Wertschätzung“.

Meine Kollegin Birgit Knegendorf von der Akademie Knegendorf ist – genau wie ich – überzeugt von seinem Ansatz und bietet daher ein Tagesseminar mit Bodo Janssen an:
Wann: 21.April 2016 von 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Wo: Gut Havichhorst (Münster)
Hier geht es direkt zur Anmeldung

Unsinnige Business-Praktiken oder „Warum haben Tageszeitungen eigentlich so große Seiten?“

Grade stoße ich im Harvard Business Review auf eine interessante Geschichte:

Freek Vermeulen von der London Business School hatte mal ein Projekt bei der Zeitung „The Guardian“.
Er dachte, dass Tageszeitungen so große Seiten verwenden, weil dies günstiger sei. Tatsächlich ist es aber sogar etwas teurer die großen Blätter zu bedrucken. Niemand der Manager bei The Guardian hatte eine schlüssige Antwort auf die Frage „Warum sind die Seiten so groß?“

Vermeulen forschte dann und fand heraus, dass der eigentliche Grund von 1712 stammt. Damals wurde begonnen, Tageszeitung nach Anzahl ihrer Seiten zu besteuern. Die Steuer wurde zwar bereits 1855 abgeschafft – aber das Format blieb.

Es war „Best Practice“ – und es galt der Glaubenssatz: „Der Verbraucher will das so“ und „Qualitätszeitungen sind großformatig“.

Die Zeitung Independent hat übrigens 2004 als eine der ersten Tageszeitungen auf ein kleineres Format umgestellt und hat allein damit die Auflage erhöht und die Kosten gesenkt!

Freek Vermeulen hat daraufhin seinen Forschungs- und Beratungsfokus auf unsinnige Business-Praktiken gerichtet.
Hier findet er viel – unter anderem nennt er interessanterweise ISO 9000 Zertifizierungen oder Six Sigma, die laut seinen Forschungsergebnissen eben nicht notwendigerweise hilfreich und ökonomisch sinnvoll sind.

Folgende Punkte nennt Vermeulen als gemeinsamen Nenner schlechter Business Praktiken:
1) Sie gelten als Best Practice
2) Sie sind leicht zu imitieren und es gibt Berater dafür(!)
3) Sie töten langsam aber grausam

Daher empfiehlt Vermeulen Unternehmern:

If you see a practice like that with short-term benefits but potentially long-term effects which may be different from the short-term benefits, but it’s also a practice which is easy to copy, then you should start to get a bit suspicious, and at least look at it further, and say, well, this might be a candidate of a bad practice.